Newsletter 2/2024


 

Newsletter 2/2024  - Was können wir tun, wenn es immer heisser wird

 

Die spürbaren und gemessenen Klimaerwärmungen im letzten Jahr mit neuen Hitzerekorden müssen uns Sorgen machen. Mehr Hitze im Sommer ist bedrohlich. Die Landwirtschaft leidet unter der Trockenheit, die Menschen schwitzen, ältere Menschen sind gesundheitlich bedroht. 

Die herrschenden und zu erwartenden höheren Temperaturen verlangen eine "Hitzestrategie".

Private und Gemeinden müssen den Schutz vor Sommerhitze zu einer strategischen Aufgabe machen.

Zur Analyse gehören Untersuchungen über die herrschenden Luftströmungen. Gebäude können die Zirkulation bremsen. Bepflanzungen am richtigen Ort können kühlen. Eine gut Raumplanung ist unerlässlich. Zur Verfügung stehen müssen für Private und Gemeinden Klimakarten.

 

Es gibt Massnahmen, um die Hitze zu bekämpfen.

         1. Häuser isolieren

Minergie-Bauweise schützt nicht nur im Winter vor der Kälte, im Sommer heizt sich das Haus weniger auf. Schon beim Bau eines Hauses sollte der Standort geprüft werden, um die Sonneneinstrahlung zu reduzieren. Fassaden können begrünt werden. Es gibt auch technische Massnahmen wie automatisierte Lüftungen. Wärmepumpen kann man auch zum Kühlen brauchen, sie laufen dann gewissermassen rückwärts. Die ins Haus strömende Frischluft kann man mit gesammeltem Regenwasser kühlen.

        2.   Die Umgebung kühlen.

Asphaltflächen und Steingärten speichern zu viel Wärme. Stattdessen Böden entsiegeln, Bäume pflanzen. Im Schatten eines Baumes liegt die Temperatur bis zu 20 Grad tiefer als wenige Meter daneben. Ein Baum verdunstet oft mehrere hundert Liter Wasser pro Tag.

        3.  Schatten schaffen

Mit Sonnenstoren, Balkonen und Dächer die direkte Sonneneinstrahlung dämpfen.

         4.  Wasser zum Kühlen brauchen

Regenwasser kann in eine Verdunstungsmulde geführt werden. Brunnen und Wasserspiele kühlen. Der grüne Rasen sollte notfalls mit Regenwasser gewässert werden, weil vertrockneter Boden Hitze abstrahlt.

         5.  In der Nacht Fenster offen lassen

Allenfalls automatisch gesteuert. Gegen unwillkommene «Besucher» helfen installierte Gitter.

         6. Sonnenstoren und Pergola 

            Mit einer PV-Anlage auf der Pergola hat man doppelten Nutzen, Schatten und Strom. Mit eigenem Strom braucht man fürs Kühlgerät und das Elektroauto kein              schlechtes Gewissen zu haben.
«Netzwerk Tau» will mögliche Klimanpassungen bündeln. hitzetauglich.ch